Vorweg: Den Begriff „SEO-Text“ nutze ich ungern. Er ist verbrannt — weil „SEO“ inzwischen auf vieles geschrieben wird, das am Ende nur nach Keywords riecht. SEO ist aber nicht nur Text. SEO ist auch Struktur, Technik, Benutzerfreundlichkeit, Verweildauer, Signale aus der Nutzung. Ein guter Webtext ist eine Komponente von vielen — wichtig, aber nicht der einzige Hebel.
KI kann heute in wenigen Sekunden Texte erzeugen. Die Werkzeuge sind da, und sie funktionieren. Das Problem ist nicht mehr, dass kein Text vorhanden ist. Das Problem ist, dass überall derselbe generische Inhalt steht.
Google bewertet Inhalte zunehmend danach, ob sie für Nutzer wirklich hilfreich sind. Seiten mit austauschbaren, oberflächlichen Texten haben es deshalb schwerer, dauerhaft sichtbar zu bleiben. KI-Suchsysteme wie ChatGPT, Perplexity oder Gemini bevorzugen Inhalte, die klar strukturiert, konkret und nachvollziehbar sind. Wer nur allgemein schreibt, hat deutlich schlechtere Chancen, in solchen Antworten aufgegriffen zu werden.
Differenzierung entsteht 2026 nicht mehr durch Wortzahl oder Keyword-Dichte. Sie entsteht durch Struktur, echte Information und Tiefe. Und genau das kann keine KI allein liefern — weil die Substanz aus dem Unternehmen kommen muss.
Texte sind in den letzten Jahren für sehr unterschiedliche Branchen entstanden: Hotellerie, Holzbau, Onlineshops für Torantriebe oder Tabakwaren, Hörakustik, Schmuck, Eventservice, Bauhandwerk. Diese Erfahrung macht den Unterschied bei der Einarbeitung — die richtigen Fragen kommen schneller, typische Lücken im Unternehmenswissen werden früher erkannt, Fachbegriffe sicherer eingeordnet.
Daraus ergibt sich ein einfacher Maßstab: Ein guter Webtext muss gleichzeitig für Menschen, für das Lesen am Bildschirm und für Suchsysteme funktionieren.
Ein Text, der funktioniert, muss auf drei Ebenen gleichzeitig bestehen. Wenn eine davon fehlt, verliert er Wirkung — bei Lesern, bei Google oder bei KI-Suchsystemen.
Jeder Text beantwortet eine Frage. Manchmal „Was kostet das?“, manchmal „Wie läuft das ab?“. Ein guter Text erkennt die eigentliche Frage und beantwortet sie direkt — ohne Umwege, ohne Füller.
Niemand liest eine Website wie ein Buch. Besucher scannen: Überschriften, erste Sätze, hervorgehobene Begriffe. Ein Webtext braucht klare Absätze, verständliche Zwischenüberschriften und kurze Sätze.
Google ordnet Inhalte nach Struktur und Substanz ein — nicht nach Keyword-Dichte. Eine saubere H-Hierarchie, eindeutige Themenzuordnung und vollständige Sätze mit klarer Aussage sind die Grundlage.
Ein Text muss verschiedene Kriterien erfüllen. Keywords spielen eine Rolle, aber sie sind nicht der Ausgangspunkt. Wer eine Seite besucht und keine brauchbare Antwort findet, springt schneller ab. Für die Website ist das ein klares Problem: Der Text erfüllt die Erwartung nicht. Deshalb muss ein guter Webtext mehr leisten als Suchbegriffe unterzubringen — er muss Fragen beantworten, Orientierung geben und Vertrauen schaffen.
Bei Produkttexten geht es um klare Information, bei Ratgebern um echte Antworten, bei Unternehmenstexten um Vertrauen und Substanz. Technik, Struktur und Inhalt müssen zusammenkommen — fehlt einer der drei Bausteine, verfehlt der Text sein Ziel.
Gute Texterstellung beginnt nicht mit Formulierungen, sondern mit Fragen.
Bevor ein Wort geschrieben wird, sammle ich Informationen: Fragebogen, Gespräch, vorhandene Texte, Broschüren, PDFs. Was weiß das Unternehmen, was aber nirgendwo steht? Was fragen Kunden am häufigsten?
Wichtig ist: Ohne fachlichen Input aus dem Unternehmen wird auch der beste Text nur allgemein. Deshalb brauche ich vorhandenes Material, Antworten auf Rückfragen oder ein kurzes Gespräch mit jemandem, der das Angebot wirklich kennt.
Aus den Informationen entsteht eine Seitenstruktur: Welche Fragen beantwortet die Seite? In welcher Reihenfolge? Der Suchintent bestimmt den Aufbau — nicht das, was man gern erzählen möchte.
Der Text entsteht KI-gestützt — aber nicht automatisiert. Ich steuere Briefing, Entwurf, Überarbeitung und Feinschliff. Die KI liefert Rohfassungen und Varianten; Bewertung, Stil und letzte Verantwortung bleiben bei mir.
Jeder Text wird geprüft: SEO-Struktur, Lesbarkeit, Abgleich mit dem Stil des Unternehmens, Rechtschreibung, Grammatik. Stimmen die Fakten? Passt der Ton? Ist jede Aussage überprüfbar?
Fachliche Aussagen werden vor Veröffentlichung abgestimmt. Ich prüfe Struktur, Sprache und Suchintention — die fachliche Freigabe bleibt beim Unternehmen.
Der fertige Text wird in das CMS eingepflegt — WordPress, Shopify oder WooCommerce. Title Tags, Meta Descriptions, Alt-Texte und interne Verlinkung gehören dazu.
Die meisten Unternehmen wissen viel mehr, als auf ihrer Website steht. Intern ist vieles selbstverständlich — aber kommuniziert wird es nicht. Genau diese Lücke ist der Stoff, aus dem gute Texte entstehen.
Das Team kannte Region, Wanderwege, Radrouten und Familien-Tipps bis ins Detail — auf der Website stand nichts davon. Daraus entstanden Themen-Hubs für Radfahren, Wandern und Familienurlaub. Ergebnis: Platz 1 für „hotel johanngeorgenstadt“.
Schlüsselfertige Häuser und Bausätze — interne Preise klar, auf der Website nichts. Wer Orientierung liefert, wird besser eingeordnet. Die Konkurrenz schaut ohnehin, der Kunde bleibt auf der Seite.
Hochzeitstorten brauchen zwei Wochen Vorlauf — im Laden weiß das jeder, auf der Website kein Wort. Genau diese Information entscheidet für den Kunden, der eine Feier plant.
Google und KI-Suchsysteme bewerten nicht nur, ob ein Text gut geschrieben ist — sondern ob die Quelle vertrauenswürdig ist. Im Kern einfach:
„Name, Gesicht, Erfahrung, Standort. Nicht „ein Team aus Experten“, sondern eine konkrete Person mit nachvollziehbarem Hintergrund. Sichtbar für Besucher und Suchsysteme.
Preise oder zumindest Größenordnungen nennen. Unternehmen, die das tun, geben Kunden eine bessere Orientierung als Anbieter, die alles hinter „individuellem Angebot“ verstecken.
Referenzen, Beispiele, konkrete Ergebnisse. Erreichbarkeit: Telefon, E-Mail, Standort. Wer nachprüfbar arbeitet, wird als vertrauenswürdiger eingestuft.
Fünf Schwerpunkte — alles mit derselben Arbeitsweise: erst Substanz, dann Text.
Startseiten, Leistungsseiten, Über-uns-Seiten. Verständlich, strukturiert, so dass Suchsysteme die Kernaussagen zuordnen können. Keine Werbetexte — Inhalte, die informieren.
Produktbeschreibungen für Shopify, WooCommerce, Amazon. Welches Problem löst das Produkt? Für wen ist es gedacht? Dazu Kategorietexte für thematische Shop-Struktur.
Antworten auf Fragen, die Kunden tatsächlich stellen. Ratgeber, die die Suchintention treffen und als Einstieg funktionieren — kein Füllmaterial.
Texte für Print gehören ebenfalls zu meiner Arbeit — etwa für Kataloge, Broschüren, Flyer oder Visitenkarten. Der Umfang hängt stark vom Format und vom vorhandenen Material ab.
Nicht alles muss neu. Struktur verbessern, veraltete Inhalte aktualisieren, KI-generierte Texte prüfen, fehlende Informationen ergänzen — ein Audit zeigt, was bleibt und was raus kann.
Zur Abgrenzung — das hier sind die Muster, die nicht funktionieren:
Grammatisch korrekt, inhaltlich leer. Klingt professionell, sagt aber nichts Konkretes über das Unternehmen.
„Maßgeschneiderte Lösungen für Ihren Erfolg" steht auf tausend Websites — und hilft auf keiner einzigen.
Für alle geschrieben, für niemanden relevant. Wer nicht weiß, wen er anspricht, schreibt an allen vorbei.
Keine Beispiele, keine Zahlen, keine nachprüfbaren Aussagen. „Wir sind die Besten" — sagt wer?
Suchbegriffe in jeden zweiten Satz pressen funktioniert nicht mehr — weder für Leser noch für Suchsysteme.
Für eine normale Unternehmenswebsite mit fünf bis sechs Seiten — etwa Startseite, Über uns, Leistungen und Kontakt — liegen die Texte meist bei 200–400 € netto. Bei mehr Umfang, zusätzlichen Leistungsseiten oder tieferer Themenstruktur sind 500–600 € realistisch. Möglich wird das durch eine strukturierte Befragung und KI-gestützte Texterstellung. Der Aufwand für eine durchschnittliche Leistungsseite liegt meist bei zwei bis drei Stunden: Informationen erfassen, Suchintention prüfen, strukturieren, formulieren und redaktionell überarbeiten.
Kleine Einzeltexte wie Stellenanzeigen, Social-Media-Posts oder kurze Ankündigungen werden selten einzeln abgerechnet. Meist laufen solche Aufgaben über eine laufende Betreuung oder werden mit anderen Arbeiten gebündelt.
Shop-Texte rechne ich separat. Produkttexte pro Stück oder als Paket, Kategorietexte einzeln, dazu kommen oft Versand-, Zahlungs- und Über-uns-Texte. Bei Shop-Aufbauten läuft das meist über eine laufende Betreuung über mehrere Monate.
Gute Webtexte beginnen nicht mit Keywords, sondern mit der Frage: Was sucht der Leser und was will er wissen? Daraus entsteht eine Struktur mit klaren Überschriften, vollständigen Antworten und konkreten Aussagen. Keywords fließen natürlich ein — aber Lesbarkeit und Nutzen stehen an erster Stelle.
KI kann Texte erzeugen — schnell und in großer Menge. Was KI nicht kann: einschätzen, ob die Information stimmt, ob sie zur Zielgruppe passt, ob die Struktur für Suchsysteme funktioniert und ob der Text das Unternehmen korrekt darstellt. Genau das ist die eigentliche Arbeit.
Textbroker und Content.de liefern Texte nach Wortpreis — ohne Kenntnis des Unternehmens, der Zielgruppe oder der bestehenden Website-Struktur. Ich arbeite projektbezogen: erst Unternehmensinformation verstehen, dann Struktur planen, dann schreiben. Das dauert länger, aber die Texte passen zum Unternehmen und zur Gesamt-Website.
Das hängt vom Umfang, vom vorhandenen Material und von der Rückmeldung des Kunden ab. Eine Stellenanzeige oder ein einzelner Post ist innerhalb weniger Stunden erledigt. Texte für eine kleine Unternehmenswebsite brauchen ein paar Tage bis ein, zwei Wochen — mit Fragebogen, Rückfragen und Feedbackschleife.
Bei Onlineshops läuft das anders: Produkt- und Kategorietexte sind nur ein Teil davon, dazu kommen Versand-, Zahlungs-, Über-uns-Texte und vieles mehr. Solche Projekte ziehen sich über Monate, oft in laufender Betreuung Stück für Stück. Ein kompletter Shop-Aufbau mit allen Texten dauert in der Regel ein bis drei Monate.
Ja. Die meisten Text- und Content-Projekte laufen remote — Briefing per Videocall oder Fragebogen, Abstimmung per E-Mail. Der Standort Cottbus ist für lokale Projekte relevant, aber für Texterstellung kein limitierender Faktor. Ich arbeite für Kunden in ganz Brandenburg, Sachsen und im DACH-Raum.
Englische Texte und Übersetzungen biete ich aktuell nicht selbst an. Bei Bedarf vermittle ich an Partner mit Muttersprachler-Qualität.
Kostenloses Erstgespräch — im Gespräch klären wir, was sinnvoll ist, welche Informationen fehlen und ob die Zusammenarbeit passt. Kein Verkaufsgespräch, kein Druck.
Oder direkt anrufen: 0171/6960712