Du brauchst eine Website und überlegst, ob du sie selbst bauen kannst. Ein Baukasten klingt überschaubar, KI verspricht schnelle Ergebnisse – und beim Angebot einer Agentur fragst du dich vielleicht: Lohnt sich die Ausgabe, oder bekomme ich das auch allein hin?
Selbermachen kann sinnvoll sein, wenn du Zeit und Interesse mitbringst. Professionelle Unterstützung nimmt dir dagegen Aufgaben ab, für die du dir sonst erst Wissen aneignen müsstest.
Entscheidend ist, was deine Website leisten soll, welche Qualität du erwartest und wie viel Arbeit du selbst übernehmen möchtest.
Was muss deine Website leisten?
Bevor du dich für ein System oder einen Dienstleister entscheidest, kläre: Was sollen Besucher auf deiner Website erfahren und erledigen können?
Vielleicht kommen deine Kunden überwiegend über Empfehlungen. Sie kennen deinen Namen und möchten prüfen, was du anbietest, wie dein Betrieb aussieht und wie sie dich erreichen. Dann können wenige, sorgfältig aufgebaute Seiten ausreichen.
Willst du gezielt neue Kunden gewinnen, braucht es mehr Vorarbeit. Schon die Bezeichnung „Tischlerei“ lässt vieles offen: Fertigst du Einbaumöbel nach Maß, verkaufst du Möbel oder liegt dein Schwerpunkt auf Fenstern, Türen und Treppen? Besucher müssen erkennen, ob sie mit ihrem Vorhaben bei dir richtig sind.
Ähnlich ist es im Bauhandwerk: Übernimmst du als Generalunternehmer komplette Bauvorhaben oder führst du einzelne Gewerke wie Trockenbau aus? Arbeitest du direkt für private Bauherren oder als Partner anderer Bauunternehmen? Daraus ergeben sich unterschiedliche Inhalte und Anforderungen.
Halte zunächst drei Dinge fest:
- Wen möchtest du erreichen? Zum Beispiel private Bauherren, Hausverwaltungen oder andere Handwerksbetriebe.
- Was müssen diese Menschen wissen? Welche Leistungen du übernimmst, welche Erfahrung du mitbringst und wie die Zusammenarbeit abläuft.
- Was sollen sie anschließend tun? Anrufen, eine Anfrage senden, sich bewerben oder etwas bestellen.
Diese Antworten bilden die Grundlage für die Planung. Die Seitenzahl allein sagt wenig über den Aufwand aus.
Website selbst erstellen: mit Baukasten, WordPress oder KI
Eine Vorlage auswählen, Texte einsetzen, Bilder hochladen: So beginnt der Aufbau häufig. Der tatsächliche Aufwand zeigt sich bei den Fragen dazwischen.
Wie baust du eine verständliche Navigation auf? Was gehört in den Kopfbereich, was in den Fußbereich? Wie müssen Bilder und Texte aufbereitet sein? Und woran erkennst du, ob die Website auf dem Smartphone gut bedienbar ist?
Baukästen und KI geben vieles vor. Du brauchst trotzdem Zeit, um die Vorschläge zu verstehen, anzupassen und zu prüfen.
Welche Aufgaben du selbst übernimmst
Neben der Gestaltung gehören unter anderem diese Arbeiten dazu:
- Texte erstellen: Leistungen verständlich erklären, Informationen gliedern und passende Überschriften formulieren.
- Bilder beschaffen: Eigene Aufnahmen auswählen oder geeignetes Material besorgen und die Nutzungsbedingungen klären.
- Bilder aufbereiten: Ausschnitte, Abmessungen, Dateiformate und Dateigrößen auf die Verwendung abstimmen.
- Bedienbarkeit und Barrierefreiheit berücksichtigen: Auf lesbare Texte, Kontraste, Tastaturbedienung, verständliche Links und zugängliche Formulare achten.
- Rechtliche Anforderungen klären: Prüfen, welche Angaben, Rechtstexte und gegebenenfalls Einwilligungen für den konkreten Auftritt benötigt werden.
- Technik prüfen und pflegen: Funktionen testen, die Darstellung kontrollieren und den laufenden Betrieb organisieren.
Bei Bildern reicht es beispielsweise nicht, dass sie optisch passen. Du musst sie verwenden dürfen und für ihren Einsatz aufbereiten. Informative Bilder benötigen außerdem passende Textalternativen; rein dekorative Bilder werden anders behandelt. Die W3C-Anleitung zu Textalternativen erläutert diese Unterschiede.
Auch bei rechtlichen Texten brauchst du Informationen über deine Website. Ein Entwurf für eine Datenschutzerklärung hilft wenig, wenn unklar ist, welche Dienste eingebunden sind und welche Daten verarbeitet werden.
Ein Baukasten erleichtert den Einstieg
Bei einem Website-Baukasten arbeitest du mit vorbereiteten Vorlagen und Elementen. Ein Teil der technischen Einrichtung wird dir abgenommen. Für eine überschaubare Firmenwebsite kann das passen.
Prüfe vorab, ob deine benötigten Funktionen verfügbar sind und was passiert, wenn später weitere Anforderungen hinzukommen. Auch die Möglichkeiten eines Systemwechsels gehören zur Auswahl: Eine Wix-Website lässt sich beispielsweise nicht als vollständige Website exportieren und bei einem anderen Hostinganbieter weiterbetreiben. Das erläutert Wix in seinen Hinweisen zum externen Hosting. Die Domain kann unabhängig davon bei einem anderen Anbieter liegen.
WordPress installieren ist erst der Anfang
Eine vereinfachte Installation beim Hostinganbieter erleichtert den Start. Danach musst du entscheiden: Welches Theme passt? Reicht der WordPress-Editor oder brauchst du einen zusätzlichen Seiteneditor wie Elementor? Welche Erweiterungen sind sinnvoll?
Die Auswahl beeinflusst, wie du Inhalte bearbeitest und die Website später pflegst. Themes und Erweiterungen können Konflikte verursachen. Updates, Sicherungen und Fehlerbehebung gehören ebenfalls zum Betrieb. Dazu bietet WordPress Anleitungen zur Wartung und zur Fehlersuche bei Konflikten.
Du kannst dir dieses Wissen erarbeiten. Plane neben dem Seitenaufbau auch Zeit für Einarbeitung und Tests ein.
Wann das System für Unternehmen passt, erfährst du auf unserer Seite zu WordPress-Websites.
KI hilft dir – verstehen musst du das Ergebnis trotzdem
KI kann Arbeitsschritte erklären, Strukturen vorschlagen, Texte entwerfen und bei technischen Fragen unterstützen. Dafür musst du dein Vorhaben ausreichend beschreiben und die Ergebnisse beurteilen können.
„Erstelle eine Website für eine Tischlerei“ lässt offen, welche Leistungen und Kunden wichtig sind. Bei technischen Fragen musst du häufig zunächst herausfinden, welches System, welche Erweiterung oder welche Einstellung betroffen ist.
KI kann dir Arbeit abnehmen und das Lernen erleichtern. Du musst dich dennoch damit beschäftigen, was du veröffentlichst und welche Funktionen du aktivierst.
Was KI beim Website-Aufbau übernehmen kann, erläutert der Beitrag Website mit KI erstellen.
Spätere Unterstützung frühzeitig abklären
„Ich baue erst selbst und lasse später jemanden darübersehen“ kann funktionieren. Ob ein Dienstleister deine Website weiterbetreut, hängt jedoch vom System und vom vorhandenen Aufbau ab.
Bei einer unübersichtlichen Umsetzung können größere Nacharbeiten nötig sein. Unter Umständen ist ein Neuaufbau wirtschaftlicher.
Auch für Baukästen gibt es professionelle Unterstützung, beispielsweise über den Wix-Marktplatz. Kläre möglichst vor dem Start, wer mit deinem gewählten System arbeitet und eine bestehende Website übernimmt.
Freelancer oder Agentur beauftragen: Wer passt zu deinem Vorhaben?
Bei „Agentur“ denkst du vielleicht an große Büros, viele Ansprechpartner und hohe Kosten. Eine Agentur kann aber auch aus zwei oder drei Personen bestehen, die direkt mit dir zusammenarbeiten.
Eine solche Zusammenarbeit muss nicht wesentlich teurer sein als die Beauftragung eines Freelancers. Entscheidend sind die benötigten Leistungen und das konkrete Angebot.
Schau auf die Menschen und ihre Fähigkeiten
Eine kleine Agentur kann verschiedene Schwerpunkte zusammenbringen: etwa Struktur und Texte, Gestaltung sowie technische Umsetzung. Ein fester Ansprechpartner kann die Arbeit koordinieren.
Auch Freelancer können umfassend aufgestellt sein oder mit weiteren Fachleuten zusammenarbeiten. Andere konzentrieren sich auf einzelne Bereiche wie Webdesign oder Entwicklung.
Wichtig ist, dass die benötigten Aufgaben abgedeckt sind und jemand den Gesamtüberblick behält.
Wenn du bereits geeignete Texte und Bilder hast, brauchst du möglicherweise hauptsächlich Unterstützung bei Gestaltung und Technik. Müssen Angebot, Seitenstruktur und Inhalte erst ausgearbeitet werden, sollte dein Dienstleister diese Aufgaben übernehmen oder passende Partner einbeziehen können.
Eine gute Website wird als Ganzes geplant
Struktur, Texte, Gestaltung, Technik und Suchmaschinenoptimierung hängen zusammen.
Bei einer Tischlerei muss zunächst klar sein, welche Leistungen im Mittelpunkt stehen. Daraus entstehen Seitenstruktur und Inhalte. Die Gestaltung unterstützt dabei, Projekte zu zeigen, Informationen verständlich anzuordnen und Kontaktmöglichkeiten sichtbar zu machen.
Eine schöne Oberfläche beantwortet noch keine Kundenfragen. Ebenso wenig genügt ein guter Text, wenn er schlecht lesbar ist oder die Anfrage am Formular scheitert.
Lass dir erklären, wie diese Aufgaben gemeinsam geplant werden und wie die passenden Besucher auf die Website kommen sollen.
Welche Arbeit du abgeben kannst
Bei einer vollständig beauftragten Erstellung solltest du weder fertige Texte noch ein technisches Konzept liefern müssen. Ein erfahrener Dienstleister fragt dein Unternehmenswissen gezielt ab und entwickelt daraus Vorschläge.
Branchenerfahrung und sorgfältige Recherche helfen dabei, wichtige Kundenfragen zu erkennen und Themen einzubringen, die du selbst noch nicht bedacht hast. KI kann diese Arbeit unterstützen. Entscheidend bleibt, dass Informationen geprüft und sinnvoll auf deinen Betrieb übertragen werden.
Auch Systemempfehlung und Einrichtung gehören in den vereinbarten Leistungsumfang: Welche Lösung passt? Wie werden Domain und Hosting organisiert? Welche bestehenden E-Mail-Postfächer und Dienste müssen berücksichtigt werden?
Du erklärst deinen Betrieb. Der Dienstleister bringt sein Wissen für die Website ein und übernimmt die vereinbarten Arbeiten.

Du bringst das Wissen über deinen Betrieb ein und triffst die Entscheidungen. Ausarbeitung und Umsetzung übernimmt der Dienstleister im vereinbarten Umfang.
Deine Mitarbeit konzentriert sich auf betriebliche Angaben und Entscheidungen: Stimmen die beschriebenen Leistungen und Abläufe? Darf ein Projekt gezeigt werden? Passen die genannten Zusagen zu deinem Angebot?
Diese Fragen helfen beim Vergleich
Sprich mit mehreren passenden Anbietern und beschreibe jeweils dieselbe Ausgangslage:
- Was würdet ihr für unsere Ziele vorschlagen – und warum?
- Wer übernimmt Struktur, Texte, Bilder, Gestaltung, Technik und Suchmaschinenoptimierung?
- Welche Zuarbeit braucht ihr von uns?
- Welche Prüfungen, Korrekturen und Einweisungen sind enthalten?
- Wer betreut die Website nach der Veröffentlichung?
Passende Referenzen und nachvollziehbare Antworten sagen mehr aus als die Bezeichnung „Freelancer“ oder „Agentur“. Branchenkenntnisse und regionale Erfahrung können zusätzlich hilfreich sein.
Wie wir Planung und Umsetzung verbinden, zeigen wir im Ablauf unserer Webdesign-Projekte.
Kosten und eigener Zeitaufwand im Vergleich
Vergleiche einmalige Ausgaben, laufende Kosten und deinen Eigenaufwand über denselben Zeitraum – beispielsweise die Erstellung und die ersten drei Betriebsjahre.
| Bereich | Website selbst erstellen | Erstellung vollständig beauftragen |
|---|---|---|
| Planung, Inhalte und Gestaltung | Eigene Arbeitszeit sowie gegebenenfalls zusätzliche Leistungen und Bildmaterial | Vereinbarte Leistungen im Projektangebot |
| Technische Einrichtung | Selbst übernehmen und Bedienung lernen | Einrichtung durch den Dienstleister |
| Domain und Hosting beziehungsweise Baukastentarif | Laufende Gebühren | Separat oder Bestandteil eines Pakets |
| Lizenzen und zusätzliche Dienste | Abhängig vom gewählten Aufbau | Enthaltene und zusätzliche Gebühren klären |
| Prüfung und Korrekturen | Eigene Arbeit und gegebenenfalls externe Fachleute | Umfang und Korrekturrunden vereinbaren |
| Pflege und Weiterentwicklung | Eigene Zeit oder beauftragte Unterstützung | Laufende Betreuung oder Abrechnung bei Bedarf |
Unterscheide Einrichtungsarbeit und laufende Gebühren. Domain und Hosting können vom Dienstleister organisiert werden, während die Gebühren separat anfallen. Das Angebot sollte beides transparent darstellen.
Was ist deine eigene Zeit wert?
Während du einen Seiteneditor kennenlernst oder einen Fehler suchst, kannst du keine Angebote schreiben oder Kundenaufträge bearbeiten. Verlegst du die Arbeit auf den Abend, kostet sie Freizeit.
Eine vereinfachte Beispielrechnung, keine Aufwandsschätzung: Du setzt 40 Stunden Eigenarbeit an und bewertest sie intern mit 50 Euro pro Stunde. Das entspricht einem Zeitwert von 2.000 Euro, zusätzlich zu den direkten Ausgaben.
Das ist nicht automatisch entgangener Gewinn. Entscheidend ist, was du in dieser Zeit tatsächlich alternativ erledigen könntest. Hast du freie Kapazitäten und möchtest das Wissen langfristig nutzen, kann sich die Einarbeitung lohnen.
Bei einer Beauftragung brauchst du ebenfalls Zeit für Gespräche und Freigaben. Ausarbeitung und Umsetzung kannst du jedoch weitgehend abgeben.
Vergleiche denselben Leistungsumfang
Fünf Seiten mit gelieferten Texten und Bildern sind ein anderer Auftrag als fünf Seiten, deren Inhalte erst recherchiert, geschrieben und aufbereitet werden.
Das günstigste Angebot kann passen, wenn es deine Anforderungen abdeckt. Ein höherer Preis kann durch zusätzliche Facharbeit und Betreuung gerechtfertigt sein. Diese Unterschiede solltest du im Angebot nachvollziehen können.
Welche Lösung passt zu deinem Unternehmen?
Du hast wenig Budget und Zeit zum Lernen
Dein Angebot ist überschaubar, und du möchtest zunächst Leistungen, Arbeitsbeispiele und Kontaktdaten veröffentlichen. Wenn du dich gern einarbeitest, kann Selbermachen ein sinnvoller Einstieg sein.
Begrenze den Umfang und plane die nötigen Prüfungen sowie die spätere Pflege ein.
Dein Betrieb läuft und du brauchst Entlastung
Aufträge, Angebote und Kundenbetreuung füllen deinen Arbeitstag. Die Website bleibt seit Monaten liegen oder würde deine Abende beanspruchen.
Dann kann eine vollständige Beauftragung sinnvoll sein. Suche einen Dienstleister, der dich durch die Entscheidungen führt und Ausarbeitung sowie Umsetzung übernimmt.
Du möchtest bestimmte Kunden oder Mitarbeiter erreichen
Deine Tischlerei möchte mehr Einbaumöbel fertigen. Dein Bauunternehmen möchte als Partner für Generalunternehmer auftreten. Oder du suchst Mitarbeiter und möchtest Bewerbungen erleichtern.
Die Planung sollte bei diesen Zielen beginnen. Suche Unterstützung, die daraus passende Inhalte, Funktionen und Wege zur Kontaktaufnahme entwickelt.
Du brauchst Buchungen oder einen Onlineshop
Wenn Besucher Termine buchen oder Produkte bestellen, müssen die Abläufe dahinter funktionieren. Wer erhält welche Informationen? Wie werden Buchungen bestätigt und Bestellungen bearbeitet?
Hole geeignete Fachleute frühzeitig dazu, wenn du diese Anforderungen nicht selbst sicher beurteilen kannst.
Du möchtest einzelne Aufgaben selbst übernehmen
Vielleicht fotografierst du deine Projekte gern oder möchtest später Stellenangebote selbst veröffentlichen. Vereinbare diese Aufteilung vor dem Start.
Du kannst vorhandene Unterlagen, typische Kundenfragen und Projektbilder sammeln, während der Dienstleister Struktur, Gestaltung und Technik übernimmt. Eine passende Einrichtung und Einweisung ermöglichen dir anschließend die vereinbarte Inhaltspflege.
So nutzt du deine Fähigkeiten, ohne die gesamte Website-Erstellung lernen zu müssen.
Fazit: Welche Arbeit möchtest du selbst übernehmen?
Selbermachen kann sinnvoll sein, wenn du Zeit, Interesse und Bereitschaft zur Einarbeitung mitbringst. Ein passender Freelancer oder eine kleine Agentur kann dich dagegen deutlich entlasten.
Eine Website zu haben, ist noch kein Wettbewerbsvorteil. Ihr Nutzen entsteht dadurch, dass sie dein Angebot verständlich zeigt, passende Menschen erreicht und ihnen den nächsten Schritt erleichtert.
Vergleiche deshalb Preis, Eigenaufwand, Leistungsumfang und spätere Betreuung gemeinsam. Wähle eine Lösung, die zu deinen Zielen und deinem Arbeitsalltag passt.
Lass uns klären, was deine Website braucht
Du überlegst noch, was du selbst übernehmen möchtest und wo Unterstützung sinnvoll wäre? Erzähl mir, was dein Unternehmen anbietet und was du mit deiner Website erreichen möchtest.
Wir besprechen, welche Lösung dazu passt und welche Aufgaben wir für dich übernehmen können.
