WordPress für Unternehmen
Wann WordPress eine gute Basis ist, was damit langfristig möglich ist – und wann wir bewusst etwas anderes empfehlen.
WordPress ist ein Content-Management-System: die Software, in der eine Website liegt und in der Inhalte gepflegt werden. Wir setzen es für viele Unternehmenswebsites ein – nicht aus Gewohnheit, sondern weil es sich erweitern lässt, redaktionell gut funktioniert und dem Kunden gehört.
Die freie Software auf deinem eigenen Hosting. Du bestimmst über Erweiterungen, Gestaltung und Daten. Damit arbeiten wir.
Ein Dienst mit verschiedenen Tarifen, bei dem Hosting und Teile der technischen Betreuung bereits enthalten sind.
Zur Einordnung: WordPress läuft auf rund 40 Prozent aller Websites weltweit; unter den Websites mit bekanntem Content-Management-System sind es knapp 59 Prozent. Daraus folgt nicht, dass WordPress automatisch das beste System ist – aber es gibt viele Entwickler, viel Dokumentation und du findest jederzeit jemanden, der damit arbeiten kann.
Wir empfehlen WordPress nicht, weil wir WordPress verkaufen. Wir empfehlen es, wenn eine Website langfristig gepflegt, erweitert und weiterentwickelt werden soll. Besteht sie aus fünf Seiten, die sich über Jahre kaum ändern, ist ein schlankeres System oft die wirtschaftlichere Entscheidung.
Der wichtigste Vorteil
Das zeigt sich erst nach zwei, drei Jahren – und entscheidet dann darüber, ob noch einmal alles neu gebaut werden muss.
Startseite, Über uns, Leistungen, Referenzen, Kontakt. Mehr braucht es am Anfang selten.
Weitere Leistungsbereiche, zweiter Standort, Teamseite, Karriere mit offenen Stellen, Ratgeber, Downloads, Landingpages – und vielleicht ein Shop, wenn ein Onlineshop dazukommen soll.
Der entscheidende Punkt: Dafür muss keine neue Website gebaut werden. Eine sauber geplante WordPress-Installation lässt sich schrittweise erweitern. Was zählt, ist die Vorarbeit – wenn Struktur, Navigation und Vorlagen von Anfang an mitdenken, dass etwas dazukommt, ist die Erweiterung ein überschaubarer Schritt. Die Systementscheidung hängt nicht an der Seitenzahl, sondern daran, was in den nächsten Jahren passieren soll.
Dieser Teil wird oft übersehen. WordPress kann deutlich mehr, als Texte und Bilder auszutauschen.
WordPress bringt abgestufte Benutzerrollen mit: Administrator, Redakteur, Autor, Mitarbeiter und Abonnent. Ein Mitarbeiter kann schreiben, ohne Zugriff auf Erweiterungen oder Einstellungen zu haben – und ohne selbst zu veröffentlichen.
Im Alltag: Ein Mitarbeiter speichert einen Beitrag als Entwurf. Eine Kollegin mit Redakteursrechten liest gegen und plant die Veröffentlichung für Montag, 8 Uhr. Fällt beim Überarbeiten ein Absatz weg, holt eine Revision die alte Fassung zurück.
Sobald gleichartige Inhalte regelmäßig dazukommen, wird das Bauen einzelner Seiten mühsam. WordPress kann eigene Inhaltsarten anlegen – einen eigenen Bereich mit festgelegten Datenfeldern.
Beispiel Immobilien: ein Bereich mit den Feldern Objektart, Ort, Kaufpreis, Wohnfläche, Bilder, Ansprechpartner. Sind Inhaltstyp, Felder und Vorlagen eingerichtet, pflegt der Mitarbeiter nur noch die Daten – die Darstellung entsteht automatisch.
Für viele wiederkehrende Anforderungen gibt es ausgereifte Lösungen – Formulare, SEO, Mehrsprachigkeit, Mitgliederbereiche, Newsletter, Sicherheit, Backups.
Aber nicht für jedes Problem gehört eine Erweiterung installiert. Zu viele erschweren die Wartung, verschlechtern die Ladezeit und schaffen Abhängigkeiten.
Unser Grundsatz: so wenig wie möglich, so viel wie nötig.
Ist eine Funktion nicht über eine Standardlösung abzubilden, entwickelt unser Technikpartner Jörg eine eigene WordPress-Erweiterung. Die Architektur ist offen – es endet nicht dort, wo der Katalog endet.
WordPress kann Daten mit anderer Software austauschen – CRM, Warenwirtschaft, Newsletter- oder Buchungssystem.
Ob und mit welchem Aufwand das möglich ist, hängt von der jeweiligen Software und ihren Schnittstellen ab. Pauschal lässt sich das nicht zusagen.
Eine Eigenentwicklung ist kein Standardweg und nicht in jedem Projekt wirtschaftlich: Sie kostet Entwicklungszeit und muss später gepflegt werden. Ob sich das lohnt, klären wir vorher gemeinsam.
Wir arbeiten in der Regel mit WordPress und Elementor Pro. Was wir nicht machen: eine fertige Theme-Demo installieren und das Layout mit Logo, Farben und Kundentexten füllen. Die Website entsteht projektbezogen.
Veröffentlicht ein Unternehmen regelmäßig Referenzen, Projekte oder Fachbeiträge, soll niemand jedes Mal eine Seite gestalten müssen. Wir bauen die Vorlage einmal – der Mitarbeiter trägt danach nur noch Titel, Text, Bild und Ansprechpartner ein.
Elementor Pro braucht eine kostenpflichtige Lizenz, die nach der Übergabe auf dich läuft. Ohne aktive Lizenz bleibt die Website erhalten, Elementor Pro bekommt aber keine Updates und keinen Support mehr.
Ein Layout-System erzeugt mehr Code als eine schlank handgeschriebene Seite. Wir gleichen das über Bildoptimierung, Caching und sauberen Aufbau aus – aber es ist ein Unterschied.
Ein Wechsel auf ein anderes Layout-System ist möglich, bedeutet aber Arbeit. Beiträge und separat gepflegte Daten bleiben erhalten. Direkt gebaute Seitenbereiche müssen übertragen werden.
Nach der Übergabe
Genau das, was WordPress stark macht, kann eine Website über Jahre unübersichtlich werden lassen: Wenn jeder Seiten anders aufbaut und Erweiterungen nach Bedarf installiert werden, wird die Pflege mehr Aufwand als Nutzen.
Deshalb arbeiten wir mit festen Vorlagen, klaren Rechten und möglichst wenigen Erweiterungen.
Du bekommst alle Zugänge – WordPress, Hosting, Domain. Installation und Inhalte gehören dir, es gibt keine vertragliche Bindung an uns.
Vollständig unabhängig von allen Werkzeugen ist eine Website trotzdem nicht: Abhängigkeiten können von Elementor Pro, kostenpflichtigen Erweiterungen, Eigenentwicklungen, Hosting und externen Schnittstellen bestehen. Wir halten sie klein und benennen sie bei der Übergabe.
Hier wird in beide Richtungen übertrieben. Sauber aufgebaute Installationen laufen über Jahre stabil, viele Routineupdates lassen sich automatisiert einspielen. Trotzdem sollte eine Website, über die Anfragen kommen, nicht jahrelang unbeobachtet laufen.
Der Punkt ist weniger der laufende Aufwand als die Reaktionsfähigkeit im Problemfall.
WordPress ist nicht automatisch schnell und sicher – eine sauber aufgebaute WordPress-Website kann es sein. Langsam wird eine Website durch große unkomprimierte Bilder, viele Skripte, schlecht gewählte Erweiterungen, überladene Themes und schwaches Hosting.
Wenige Seiten, kaum Änderungen, keine Erweiterungen geplant. Ein Redaktionssystem bringt hier vor allem Aufwand, den niemand nutzt. Solche Seiten und einzelne Landingpages bauen wir auf Wunsch bewusst schlank – ohne CMS.
Sollen fast ausschließlich Produkte verkauft werden und möglichst wenig Technik im eigenen Haus bleiben, kann eine gehostete Shop-Plattform die bessere Wahl sein.
Warenwirtschaft, Branchenlösung, Buchungssystem oder Immobiliensoftware bestimmen dann, was technisch sinnvoll ist – nicht das CMS.
Für Plattformen mit komplexer Nutzerlogik oder Echtzeitfunktionen ist WordPress nicht automatisch die richtige Basis.
Wenn wir zu dem Ergebnis kommen, dass ein anderes System besser passt, sagen wir das – auch wenn dabei kein Projekt für uns herauskommt.
Investition
Läuft deine Website heute auf einem anderen System, ist ein Wechsel machbar. Ist das Bestehende gepflegt und deckt die Anforderungen ab, lohnt er sich selten. Spielen Erweiterbarkeit und Content-Ausbau eine Rolle, spricht viel dafür. Wie die Umstellung einer bestehenden Website abläuft, steht auf der eigenen Seite dazu.
Fünf Seiten mit Kontaktformular sind überschaubar. Zwanzig Seiten können es genauso sein, wenn sie demselben Muster folgen. Die zwölfte Leistungsseite kostet einen Bruchteil der ersten.
Zehn Seiten können mehr kosten als dreißig – wenn eine davon ein Buchungssystem, einen Konfigurator oder eine eigens entwickelte Funktion enthält. Der Aufwand steckt in der Logik, nicht in der Seite.
Ein eigener Inhaltsbereich mit Vorlage ist einmal echter Aufbauaufwand. Danach kostet jeder weitere Eintrag nichts mehr an Umsetzung, weil du ihn selbst pflegst.
ab ca. 1.500 €
netto zzgl. MwSt.
ab ca. 2.500 €
netto zzgl. MwSt.
individuell
nach Aufwand
Diese Zahlen sind ein Ausgangspunkt, keine Preisliste. Du musst keine fertigen Texte liefern – wir brauchen deine fachlichen Informationen und entwickeln daraus Struktur und Texte. Weitere Projektarten findest du in unserer Übersicht für neue Websites.
Ja. Du bekommst eine Einweisung, die auf dein Projekt zugeschnitten ist. Texte, Bilder, Öffnungszeiten und neue Beiträge pflegst du danach selbst.
Ja. WordPress bringt abgestufte Benutzerrollen mit. Wer Beiträge schreiben soll, braucht keinen Zugriff auf Erweiterungen oder Einstellungen – und muss nicht selbst veröffentlichen dürfen.
Dir. Du bekommst alle Zugangsdaten, es gibt keine vertragliche Bindung an uns. Technische Abhängigkeiten von Erweiterungen, Layout-System oder Hosting können bestehen – wir halten sie gering und benennen sie bei der Übergabe.
Die Lizenz läuft nach der Übergabe auf dich. Ohne aktive Lizenz bleibt die Website erhalten, Elementor Pro bekommt aber keine Updates und keinen Support mehr.
Weniger, als oft behauptet wird. Viele Routineupdates laufen automatisiert. Wichtiger ist, dass jemand erreichbar ist, wenn doch einmal etwas nicht funktioniert.
Ja – vorausgesetzt, die Grundstruktur ist sauber aufgebaut. Mehr dazu unter Onlineshop planen und umsetzen.
Im kostenlosen Erstgespräch klären wir, was deine Website leisten soll, wie sie sich entwickeln könnte – und ob WordPress dafür die richtige Basis ist. Du bekommst eine ehrliche Einschätzung, auch wenn sie lautet, dass ein anderes System besser passt.